"Now - Du bestimmst wer überlebt" von Stephan R. Meier - Rezension

Leider eines der Bücher, dass ich nur beendet habe, weil es ein Reziexemplar ist. Sehr Schade, aber zunächst mal ein paar Zahlen und Fakten:

Ein Mann streunt durch dichte Wälder, immer auf der Flucht vor herannahenden Drohnen, die seinen Tod bedeuten können. Sein Name ist Spark. Noch vor Kurzem wurde sein Leben von dem intelligenten Algorithmus NOW geregelt, und Spark hatte alles: Gesundheit, Sex, Nahrung. Doch dann entdeckte er, was hinter dem Tod seines Vaters steckt. Wie gefährlich die Allmacht NOWs ist. Und dass die Frau, die er liebt, verstoßen wurde – dorthin, wo jeden Tag das nackte Überleben auf dem Spiel steht. Damit beginnt Sparks Kampf. Für die Zukunft der Welt. Für die Liebe seines Lebens.“




Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (9. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3328100490
ISBN-13: 978-3328100492
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,5 x 20,5 cm
Durchschnittliche Kundenbewertung: 3,5

Liest man sich den Klappentext einmal aufmerksam durch wird da ein komplett anderes Szenario beschrieben, wie das von dem das Buch handelt. Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da mich der Thriller, als der es bezeichnet wurde, und die Auswirkungen von NOW dazu bewegt haben, aber beides ist leider nicht im Buch auffindbar, was sehr schade ist, da der Autor viel Recherche betrieben hat und vor allem Sachkenntnis besitzt.

Charaktere
Die Charaktere sind und bleiben für mich unergründlich. Keiner von ihnen hat es geschafft, dass er mir sympathisch oder gar wichtig wurde, denn wirklich ausgearbeitet wurden diese nicht. Der Schwerpunkt dieses Buchs liegt nun mal leider ganz wo anders (siehe: Inhalt). Besonders die zentrale Beziehung Spark – Sunway kam viel zu kurz, denn das wären die einzigen liebenswerten Charaktere gewesen.

Inhalt
Dieses Buch sollte ja eigentlich ein Thriller sein und von einem solchen verspreche ich mir Spannung, aber leider beschäftigte sich dieses Buch nur mit der Entstehung von NOW und nicht mit den Auswirkungen. Permanent wird mit Fachbegriffen um sich geworfen, die dem Laien einfach nicht bekannt sind und deswegen viel Inhalt auf der Strecke bleibt. Oftmals wird seitenweise etwas erläutert, obwohl für den Leser kein Bezug zur eigentlichen Handlung besteht.
Auch das Ende war sehr enttäuschend, denn auf einmal wird auf wenigen Seiten, die komplette Handlung abgehandelt und es fühlt sich an als würde ein zweiter Teil angekündigt werden. Bitte nicht.

Genre
Am meisten stört die Tatsache, dass dieses Buch als Thriller ausgeschrieben wurde, denn damit hat es in keiner Weise etwas zu tun. Es erinnert an eine sehr schlechte Form Marc Elsbergs „Blackout“

Fazit

Aus dieser Grundidee hätte man grundsätzlich sehr viel machen können, doch leider kam es dazu nicht. Wegen der aufwändigen und guten Recherche gebe ich (noch) zwei von fünf Sternen.


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