"Emma, der Faun und das vergessene Buch" von Mechthilde Gläser - Rezension

Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück, denn im Moment bin ich mir nicht wirklich sicher was ich davon halten soll. Aber zunächst ein paar grobe Eckdaten und der Klappentext:

Als Emma beim Aufräumen in der Bibliothek ihres Internats ein altes Notizbuch findet, denkt sie zunächst, es wäre eine Art Chronik der Schule. Aber es ist genau umgekehrt: Alles, was man in dieses Buch hineinschreibt, wird tatsächlich wahr. Natürlich beginnt Emma sofort damit, den Schulalltag auf Schloss Stolzenburg ein wenig zu „korrigieren“. Doch nichts geschieht so, wie sie es sich gedacht hat. Zumal auch schon früher Chronisten das Buch genutzt haben. Zum Beispiel eine junge Engländerin, die Ende des 18. Jahrhunderts ein Märchen über einen Faun verfasst hat und später eine erfolgreiche Schriftstellerin wurde. Oder Gina, die vor vier Jahren plötzlich verschwand, nachdem sie ihre Geheimnisse der Chronik anvertraut hatte. Als sich jetzt auch noch Ginas Bruder Darcy einmischt, ist das Chaos perfekt. Denn Emma und Darcy sind einander in herzlicher Abneigung zugetan – zumindest glauben das die beiden.


Verlag: Loewe (13. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785585128
ISBN-13: 978-3785585122
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 4 x 21,6 cm
Durchschnittliche Kundenbewertung: ****


Inhalt
Inhaltlich bin ich mir bei diesem Buch leider nicht ganz schlüssig, denn irgendwie ist mir das Buch für ein Jugendbuch einfach nicht spannend genug und für ein Kinderbuch werden einfach Themen wie ein Vollrausch der Protagonistin thematisiert. Demnach kann ich nicht wirklich sagen, ob das Buch inhaltlich überzeugt. Mir persönlich war es einfach nicht spannend genug um eine Altersklasse von 12- 15 Jahren zu überzeugen. Klar, man fiebert schon mit, aber die Protagonisten sind niemals einer wirklichen Bedrohung ausgesetzt. Auch das Ende geht mir persönlich viel zu schnell. Auf den letzten drei Seiten wird Stoff für ein weiteres Buch abgehandelt und auch (ab jetzt Spoiler bis zum nächsten Punkt), dass sich Gina erst erinnert, als sie ihren Bruder sieht, finde ich sehr komisch und auch irgendwie unpassend.

Charaktere
Die Charaktere waren mir persönlich sehr sympathisch. Gerade Emma und Darcy mochte ich. Die beiden waren einfach stimmig und hielten mich an Stellen, an denen es der Spannungsbogen nicht geschafft hätte, fest und schafften es, dass ich weitergelesen habe. (Spoilerzone bis zum nächsten Punkt!) Frederick wurde mir immer unsympathischer, was vermutlich auch so gewollt war! Fand ich gut. Ich bin auch froh, dass sich zwischen den beiden nichts entwickelt hat, aber eines kann ich trotzdem nicht verstehen: Er lässt sie sturzbetrunken mitten im Wald liegen! Warum? An dieser Stelle hat das noch überhaupt nicht gepasst. Die Nebencharaktere wie Toby, Hanna oder Charlotte fand ich gut gelöst, aber die waren ja für die Handlung nicht wirklich wichtig.

Schreibstil
Gläsers Schreibstil konnte auch überzeugen und gerade für 12-15 Jährige gut verständlich und wahrscheinlich auch fesselnd, denn es wird einfach und konkret formuliert und doch wirkt es nicht zu infantil. Manchmal erkennt man wörtlichen Reden schon sehr stark an, dass sie formuliert sind, denn für Alltagssprache wären sie viel zu kompliziert.

Fazit


Ein gutes Buch mit einigen Schwächen. Ich  vergebe drei von fünf Sternen!
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

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